Moorhühner:
Das
sind
keine Moorhühner.
das sind ganz normale, freilaufende, frühstückseierlegende, und nicht
zum Abschuss freigegebene, Haushühner.
Das
sind
putzige, virtuelle Moorhühner. Sie haben sich
stark verbreitet und sich auf Millionen von Festplatten eingenistet.
Sie sind sehr pflegeleicht brauchen weder Futter noch Wasser.
Ohne Jagdschein, ohne Rücksicht auf Wind und Wetter, Jahres und Schonzeit sind
sie jederzeit
in Büros, Behörden, Kinderzimmern Computerläden zum Abschuss freigegeben.
Jagdzeit jeweils 90 Sekunden. Waffenart: Computermaus.
Um die Entsorgung oder Vertilgung der abgeschossenen Moorhühner braucht man
sich auch keine Gedanken zu machen.
Das
ist ein echtes Moorhuhn.
Sie sind nicht so zahlreich verbreitet. Verbreitungsgebiet ist hauptsächlich
England und Schottland
Es lebt bodenständig überwiegend in den kargen Moorlandschaften, Auen und Fluren.
Sie sind Bodenbrüter und Meister der Tarnung, besonders die Küken und Hennen.
Mit Ihrem gesprenkelt braun-grauen Federn sind sie zwischen Gras und Gestrüpp
kaum auszumachen.
Dagegen fallen die Hähne
schon eher auf, besonders in der Balzzeit, wenn sie ihr Revier behaupten.
Mit ihrem roten Kamm recken sie sich gackernd in die Höhe, oder sie fliegen
10-15 Meter steil in die Luft
um dann in einer steilen Kurve, mit ausgebreitetem Schwanz,
wieder zu Boden zu fallen.
Jeder Eindringling wird mit gestrecktem Hals und lautem Geschrei wütend entgegengeflattert
und verjagt.
In der Paarungszeit fliegt die Henne von einem Revier zum Anderen,
um dann bei irgendeinem Hahn zu landen. Der Hahn beginnt sofort mit der
Balz. Nach langem flattern, Schwanzfächern,
und Kopfschütteln ist der Moorhuhnbund, für eine Saison, geschlossen.
Die Henne scharrt im Unterholz oder dichtem Geschtrüpp, möglichst unauffällig,
eine nestartige Mulde.
Dort legt sie 5 bis 10 gesprenkelte Eier ab.
Der Hahn ist immer in der Nähe und schirmt das Gebiet ab:
Nach ca. drei Wochen schlüpfen die Jungen Küken. 
Schon am zweiten Tag laufen sie hinter der Mutter durchs Gras und Unterholz
und picken die ersten Körner und Kräuter.
Nach einer Woche schnappen sie nach Mücken und Insekten und nach ca. zehn Wochen
beginnen die ersten Flugübungen.
Der grössten Feinde sind der
Fuchs
und der Mensch.
Die Moorhühner sind sehr robust und wiederstehen
den kalten und rauen Wintern in den Hochmooren,
aber nicht den Jägern, die gemäss britischem Brauchtum, jeden Herbst mit ihren
Schrotflinten zur Moorhuhnjagd blasen.