Material:
Servietten jeglicher Art, Form, Farben und Motive.
z.B. sammle ich bei Einladungen, Feiern o.d. Restservietten. Auch Freunde und
Bekannte bringen mir öfters welche mit. Oder Ich tausche mit Anderen.
Kleber:
Es wird mit einer Art Leim gearbeitet.
Ein weißer, nicht wasserfester Kleber.
Auch Art Potch, Decoupage, Mode Podge, Patio Paint genannt.
Es gibt ihn von verschiedenen Firmen und in verschiedenen großen Flaschen.
Tuben oder Dosen in glänzend, matt oder mit Glitter.
Der Glitterlaim ist ebenfalls weiß und mit kleinen Glitterstückchen
versetzt.
Modelliermasse:
für 3-D Effekte
Scheren:
Zum Ausschneiden der Motive.
Backpapier:
Wird benötigt zum Aufbügeln von Serviettenmotive.
Bügeleisen:
Damit werden Serviettenmotive aufgebügelt. Temperatur auf Baumwolle stellen.
Föhn:
Damit lassen sich die Trocknungszeiten der Farben verkürzen.
Pinsel:
Zum Auftragen der Farben, je nach Objekt angepasst von klein bis groß,
breit oder schmal.
Zum Auftragen des Klebers eignet sich ein breiter Pinsel.
Acrylfarbe:
Diese Farbe wird zum grundieren der jeweiligen Unterlage, Objekt benötigt.
Lack:
Je nach Bedarf und Geschmack kann man Klar oder Mattlack verwenden.
Mit diesen Lacke wird das fertige Objekt überzogen, da der Kleber ja nicht
wasserfest ist.
Krakelierung:
Durch die Krakelierung entsteht ein schöner Effekt. Es läst das Objekt
alt erscheinen.
Es werden 2 Farbschichten aufgetragen und nach dem trocknen reißt die
obere Schicht und so entsteht dieser Crackel-Effekt.
Serviettentechnik:
Als Beispiel nehmen wir mal einen Blumentopf aus Ton:
Der Ton sollte ohne Glasur sein, da sonst der Kleber nicht gut haftet.
Weiter ist darauf zu achten, dass der Topf sauber, staubfrei und trocken ist.
Je heller die Untergrundfarbe ist, desto deutlicher und klarer kommen die Motive
zur Geltung.
1. Die zu dekorierende Stelle auf dem Topf mit Kleber, "Art Potch",
einpinseln und trocknen lassen, oder mit einem Föhn schneller trocknen.
Je dünner der Kleber aufgetragen wird umso weniger Falten haben die
aufgelegten Serviettenmotive, da sich diese nicht so voll saugen und nicht so
schnell einreißen.
2. Motiv von einer ausgesuchten Serviette mit einer Schere ausschneiden. Die
oberste Lage vorsichtig ablösen und auf die mit Kleber eingepinselte Fläche
legen.
3. Das Motiv mit Backpapier abdecken und mit dem Bügeleisen (Temperatur
auf Baumwolle stellen) aufbügeln. Der Kleber schmilzt und verbindet sich
so mit der Serviette.
4. Backpapier leicht abkühlen lassen und dann vorsichtig abziehen.
5. Dann das Motiv nochmals vorsichtig dünn mit Kleber bestreichen, möglichst
in der Mitte beginnen und nach außen streichen.
6. Nachdem der Topf gut getrocknet ist, ein bis zwei mal mit klar oder glänzendem
Lack bestreichen. Jede Schicht einzelnd gut trocknen lassen.
7. Und schon ist unser Blumentopf fertig.
Je nach Geschmack und Aussehen kann man den ganzen Topf rundherum oder
nur von einer Seite mit Motive verschönern, oder den oberen Rand mit einer
schönen Borde verzieren.
8. Eine Vereinfachung der Technik ist ohne aufbügeln mit Backpapier.
9. Den Topf mit Kleber einpinseln, Motiv auflegen fixieren und vorsichtig von
der Mitte nach außen mit etwas Kleber aufpinseln. Dabei ist darauf zu
achten, dass sich die Ränder gut verbinden und keine Faltenentstehen. Eine
Nacht trocknen lassen und mit Lack bestreichen.
Tipps:
z.B. Blumentopf weiß grundieren und trocknen
lassen.
Dann den Topf mit einem Schwamm und z. B. blauer oder gelber Farbe
betupfen und trocknen lassen.
Anschließend weiter , wie oben beschrieben, Serviettenmotive anbringen
Mit einem Schwamm lassen sich auch schöne Schattierungen um das
Serviettenmotiv anbringen. Dazu Farben auf das Motiv abstimmen,
2-3 Farbtöne auf einer Unterlage, Brettchen o.ä. auftragen, mit dem
Schwamm
in die Farben tupfen.
Den Schwamm auf ein Küchentuch leicht abtupfen und dann um das Motiv
aufbringen.
Bei Aufbringung auf trockenem Untergrund grenzen sich die Konturen
exakter ab.
Auf noch feuchtem Untergrund verwischen die Konturen und die Übergänge
sind dann verschwommener.
Mit Glitzer, Flimmer, Sternchen, Eiskristallflimmer usw. lassen sich weitere
Effekte erzielen. Diese werden dann auf den noch feuchten zweiten Auftrag
gestreut.
Mit Struktur-Schnee lassen sich weitere Effekte wie Winterlandschaften
erzielen.
Fertige Motive kann man auch noch mit Wasser, Aquarell oder Acrylfarben
nachbemalen, dann wirken sie noch farbintensiver.
Für Serviettenmotive auf Stoffe verwendet man einen speziellen Textilkleber
Nach dem Trocknen wird das Motiv durch ein dünnes Tuch ca. 3 Min. gebügelt
(Baumwolltemperatur) und das Motiv wird somit mit dem Stoff verbunden und
glatt. Diese so beh. Stoffe lassen sich nachher auch vorsichtig waschen.
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Crackle oder Reißlack-Technik:
Bei dieser Technik ist im nachhinein immer die Farbe des Untergrundes als Risse
zu sehen.
Wenn die Farbe des Untergrundes gefällt, z.B. bei unserm Blumentopf die
braune Tonfarbe kann man gleich mit der Crackelierung beginnen.
Sollten die kleinen Risse aber in einer anderen Farbe zu sehen sein, dann wird
der Untergrund mit einer gewünschten Acrylfarbe gr5undiert werden.
1. Wenn Grundierfarbe, diese auftragen und vollständig
trocknen lassen.
2. Nun wird die Krakelierungsfarbe auf der Fläche aufgetragen, die krakeliert
werden soll. z. B. nur einen Teil, oder der ganze Blumentopf.
Je dicker man die Krakelierungsfarbe aufträgt, desto größer
werden dann die
Risse.
3. Jetzt mit einem Föhn, oder über Nacht trocknen lassen.
4. Dann wird die obere Farbschicht aufgetragen. Möglichst eine Acrylfarbe
die im Kontrast zur Untergrundfarbe steht. Dazu einen dickeren Pinsel gut tränken
und mit kreisenden Bewegung, oder immer in einer Richtung streichend, auf die
Krakelierfarbe. Möglichst schnell arbeiten da die Farbe schnell antrocknet
und die Risse entstehen. Möglichst nicht zweimal über die gleiche
Stelle pinseln, denn dann kann die Farbe abreißen und es entstehen event.
große Ausrisse , die sich nur schwer wieder beheben lassen.
5. Den Topf nun wieder ca. einen Tag trocknen lassen und der krakelierte Blumentopf
ist fertig.
6. Diesen Topf kann man aber auch, so wie oben beschrieben, noch weiter mit
Serviettentechnik verzieren.
7. Bei Weiterverarbeitung mit Servietten den Topf möglichst mit heller
Acrylfarbe bearbeiten, da sonst das Serviettenmotiv eventuell nicht so zur Geltung
kommt, besonders bei dunkleren Motiven.
Hier noch ein Beispiel:
Wir benötigen:
1. Eine gut erhaltene Dachziegel, möglichst einmal gewellt.
2. Weiße Acrylfarbe.
3. Kleber (Leim)
4. Krakelierfarbe
5. Klarlack
6. Servietten
Zuerst die Dachziegel Reinigen und trocknen, dann mit weißer Acrylfarbe
bestreichen und trocknen lassen.
Dann Krakelierungsfarbe auf die Innenfläche (nicht den Rand)der Dachziegel
auftragen.
Die Krakelierungsfläche mit blauer Acrylfarbe bestreichen und ca. einen
Tag trocknen und aushärten lassen.
Dann mit Serviettenmotive (wie oben) z.B. eine Winterlandschaft, Schneemänner,
Hauser, Tannen usw. bekleben.
Den unteren Rand der Ziegel kann man nun noch mit Schneespray besprühen
und oben kleine weiße Farbtupfer als Schneeflocken einfügen.
Kerzen verzieren:
Bei der Bemalung von Kerzen wird die Farbe mit einer
speziellen Kerzenmalfarbe
Gemischt. Mischverhältnis nach Angaben des Herstellers.
Dadurch haftet diese Farbe besser auf dem Wachs und ein sauberes Abbrennen der
Kerze wird garantiert.
Zum bekleben mit Serviettenmotive wird ein spez.Kerzen-Glanzlack verwendet.
3 -D Technik
Material wie oben und zusätzlich Modelliermasse.
Eine weitere Variante mit Servietten ist die 3 D Technik
mit der tolle 3-D Effekte erreichen werden können.
Dazu die Serviettenmotive 2-mal ausschneiden.
Objekt , Schachtel, Teller, Bild usw. wie oben mit erstem Serviettenmotive erstellen.
Modelliermasse weich kneten und mit einer Rolle 2-3 mm dünn ausrollen.
Zweites, gleiches Motiv auf die Modelliermasse legen, mit Serviettenkleber überstreichen
und kurz antrocknen lassen.
Anschließend mit einer kleinen Schere oder Bastelmesser das Motiv ausschneiden.
Reste der Modelliermasse sofort wieder luftdicht verschließen, sonst trocknet
sie aus.
Motiv mit den Fingern, Hölzchen o.ä. modellieren und formen, die Ränder
glätten.
Das modellierte Motiv passgenau auf das fertige Motiv auf dem Objekt kleben,
dabei die Ränder wieder glätten und mit der passenden Farbe bemalen.
Anschließend über Nacht aushärten lassen.
Mit dieser Art und Weise lassen sich auch Blüten und Blätter einzelnd
in 3-D herstellen.
z.B. ein Blatt, wie beschrieben mit Modelliermasse herstellen, über das
gleiche Blatt auf dem Objekt, am Blattanfang kleben und dann in die gewünschte
Form, z.B. nach oben gebogen, oder gewölbt, bringen. Ränder und Unterseite
des Blattes mit entspr. Farbe anmalen.